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4-Punkte-Plan für einen Neustart bei der Energiewende in der Stadt Starnberg

Das Jahr 2014 war in Deutschland ein Erfolgsjahr für die Energiewende, beispielsweise waren im Strombereich die Erneuerbaren Energien mit einem Anteil von rund 27 Prozent erstmals die wichtigste Erzeugerquelle. Dagegen lag im Landkreis Starnberg im Jahr 2013 der Anteil laut aktuellem Energiebericht bei 7,3 Prozent und in der Stadt Starnberg bei 4,1 Prozent. Auch in den Bereichen Wärmeversorgung und Verkehr hat die Stadt Starnberg im Vergleich zu den meisten anderen Landkreisgemeinden schlecht abgeschnitten und liegt auf einem hinteren Tabellenplatz. Die SPD will, dass die Stadt Starnberg künftig nicht hinten, sondern vorne mitspielt. Dafür muss die Politik neue Impulse setzen. Deswegen macht die SPD in einem Brief an die derzeit ohne Stadtrat amtierende Bürgermeisterin konkrete Vorschläge – auch für Projekte, die Seitens der Stadtverwaltung derzeit bereits bearbeitet werden.

1. Verkehrsentwicklungsplan mit E-Mobilität
Der Verkehr verursacht rund 38 Prozent des Energieverbrauchs in Starnberg. Ein Verkehrsentwicklungsplan wird derzeit erarbeitet. Aus Sicht der SPD gehört die E-Mobilität zu einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Damit kann eine CO²-Reduzierung, weniger Lärm und die Reduzierung von Feinstaub und weiteren Luftschadstoffen erreicht werden. Daher sollte die E-Mobilität in das künftige gesamtplanerische Verkehrskonzept der Stadt eingebettet sein und schlagen vor, dass die E-Mobilität bei der derzeitigen Erstellung des Verkehrsentwicklungsplans entsprechend berücksichtig wird.

2. Fotovoltaik und mehr Landeinfrastruktur für E-Mobilität am Bahnhof-Nord
Bei der aktuell geplanten Vergrößerung des Parkdecks am Bahnhof-Nord sollten extra Parkplätze für Elektroautos, verbunden mit einer öffentlichen Landeinfrastruktur, vorgesehen werden.
Ebenso schlagen wir entsprechende diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder mit Elektroantrieb (E-Bikes und Pedelecs) vor.
Die Stromversorgung sollte über eine neu zu errichtende Fotovoltaik-Anlage als Dach für das Parkdeck erfolgen.
Derzeit gibt es in Deutschland 20 E-Bus-Projekte. Der zukünftige Einsatz von Elektrobussen als städtische Linienbusse (ohne Fahrleitung) erscheint möglich und sollte beim derzeit geplanten Umbau und der Erweiterung des Busbahnhofs am Bahnhof-Nord berücksichtigt werden, denn dann werden Schnell-Ladestationen für sehr kurze und intensive Pulsladungen gebraucht.

3. Ein Energienutzungsplan für Starnberg
Die Stadt sollte möglichst rasch einen Energienutzungsplan (ENP) in Auftrag geben, um im Bereich der Wärmeversorgung bei der Umsetzung der Klimaschutzziele voranzukommen. Er zeigt energetische Konzepte und Planungsziele für Starnberg auf. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und der Bayerische Gemeindetag empfehlen dieses Instrument als „Erfolgsmodell“, haben einen Leitfaden sowie Standards für einen guten ENP entwickelt und bieten ein Musterleistungsverzeichnis an.

4. Neuer Wasserpark mit Erneuerbaren Energien
Die SPD unterstützt die umfassende Generalsanierung des Wasserparks. Er sollte sowohl beim Strom wie bei der Wärme in Zukunft mit einem hohen Anteil an Erneuerbaren Energien versorgt werden.

Die Soziademokraten wollen, dass diese Vorschläge – unter Einbeziehung der lokalen Agenda 21 – Berücksichtigung finden.

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