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Energiewende: Klimaschutzwerkstatt und ein Klimapakt

Eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung ist für den Landkreis von großer Bedeutung. Deshalb hat sich der Kreistag im Dezember 2005 mit seinem Beschluss zur Energiewende das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien anzustreben. Der im Januar 2015 als Zwischenbilanz vorgestellte Energiebericht ist „ernüchternd“, so der Stellvertretende Landrat Tim Weidner bei seiner Eröffnungsrede auf der Klimaschutzkonferenz, die auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion am vergangenen Freitag im Landratsamt stattgefunden hat, um mit Hilfe eines externen Beraters (enrgie.concept.bayern) dem Klimaschutz im Landkreis einen neuen Schub zu geben. Teilgenommen haben neben der Klimaschutzmanagerin des Landkreises, Frau Anderer-Hirt, weitere Vertreter der Landkreisverwaltung, der Kirchen, Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte, Vertreter des Energiewendevereins, der Energiegenossenschaft und anderer gesellschaftlicher Gruppen. Bisher werden im Landkreis nur sieben Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt und etwa 13 Prozent stammen aus regenerativer Wärme. Um dem Ziel näher zu kommen, alle im Landkreis gebrauchte Energie regenerativ zu erzeugen, wurden während der Klimakonferenz in verschiedenen Arbeitsgruppen (Strom, Mobilität, Wärme, Lebensstil) konkrete Vorschläge erarbeitet, die sukzessive in einem Drei-Jahres-Plan von den Gemeinden umgesetzt werden sollen. Dazu werden sie (ebenso wie der Kreistag) gebeten, dem neuen „Klimapakt“ beizutreten. „Keiner darf sich einreden, Klimaschutz gehe ihn zur Zeit nichts an“, sagt Tim Weidner. „Denn wir haben bei uns nicht nur Kriegsflüchtlinge zu versorgen, sondern auch Menschen, die vor den heute schon sichtbaren Folgen des Klimawandels geflohen sind. Die Energiewende ist eine Jahrhundertaufgabe – nur so viel Zeit haben wir nicht“.

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