„Bayerischer Hof“ soll Hotel bleiben

Stellungnahme der SPD-Fraktion:

Wie geht es weiter mit dem Areal rund um das Hotel „Bayerischer Hof“? Die SPD-Stadtratsfraktion legt sich fest: „Starnberg hat nach wie vor einen Bedarf an guter Hotellerie – insbesondere in See-Nähe. Daher ist dieser Hotelstandort unverzichtbar“, so SPD-Fraktionssprecher Tim Weidner. Insgesamt handelt es sich bei dem städtischen Grundstück um eines der wertvollsten Schlüsselgrundstücke für die seenahe Stadtentwicklung Starnbergs.

Die bislang vorgelegten zahlreichen Untersuchungen, Planungskonzepte und Machbarkeitsstudien kommen übereinstimmend zum Ergebnis, dass die Entwicklung des Areals eine zwar anspruchsvolle, aber äußerst attraktive und bedeutsame städtebauliche Aufgabe für die Starnberger Nordbucht beinhaltet. Bei allen künftigen Überlegungen zur Nutzung des Gesamtgrundstücks ist, aus Sicht der SPD, vom Erhalt des Denkmals „Bayerischer Hof“ (Baujahr 1875) auszugehen. Und obwohl die benachbarte „Alte Oberschule“ nicht mit Denkmaleigenschaft ausgestattet ist, soll das Gebäude als stadtbildprägend und somit erhaltenswert eingestuft werden. Ein eventueller Abriss würde einen nicht ersetzbaren Verlust für die alte Stadtkante bedeuten.

Aktuelle Mängelfeststellungen bei Gebäudestatik, Dachzustand und Brandschutz werden nach ersten Kostenschätzungen Investitionen von rund 2,7 Millionen Euro mit sich bringen, die nicht mehr aufgeschoben werden können. Es besteht zügiger Handlungsbedarf seitens der Stadt. Allerdings wird Starnberg kaum in der Lage sein, selbst die notwendigen Gelder aufzubringen. Daher wird die Ausschreibung eines Investorenwettbewerbs vorgeschlagen. Im Ausschreibungstext soll die Hotelnutzung als Nutzungspräferenz der Stadt festgelegt werden. Eine Weitergabe im Erbbaurecht kann nur dann in Betracht gezogen werden, wenn der städtische Haushalt über ausreichenden Spielraum im investiven Bereich verfügt. An den Investorenwettbewerb muss sich, nach Meinung der Sozialdemokraten, ein vertraglich vereinbarter offener städtebaulicher Realisierungswettbewerb anschließen.

Bei der Frage, wohin die VHS ziehen soll, die bisher ihre Heimat in der „Alten Oberschule“ hat, schlägt die Fraktion erneut (wie bereits im Jahre 2006), das überwiegend leer stehende „Centrum“ zwischen Rathaus, Schlossberghalle und städtischer Bibliothek als neue Heimat vor. Somit könnte im Herzen der Stadt ein Verwaltungs- und Kulturzentrum entstehen, das zudem optimal durch ein Tiefgarage erschlossen ist. Für die Finanzierung könnten alternative Wege, wie ein Stiftungsmodell für den öffentlichen Auftrag der Erwachsenenbildung, ins Auge gefasst werden.

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